Informelles Lernen in KMU-Netzwerken – ein neu gestartetes EU-Projekt

Learning Layers

Das Projekt Learning Layers ist im November 2012 gestartet. Koordiniert von Tobias Ley an der Talinn University setzt sich darin die in MATURE begonnene Forschungsarbeit fort. Ich beschäftige mich darin (inzwischen als Mitarbeiterin von Pontydysgu) vor allem mit der Thematik Motivation in der Nutzung und Schaffung von Gelegenheiten für das informelle Lernen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Aus dem heutigen Alltag sind mobile und soziale Informations- und Kommunikationsmedien kaum noch wegzudenken: Ganz selbstverständlich werden mobile Geräte und soziale Netzwerke verwendet, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, Informationen zu suchen, einzukaufen und unsere Arbeit zu organisieren. Dabei könnten diese Technologien auch eine ganz zentrale Rolle für das informelle Lernen spielen. Doch nur wenige Unternehmen setzen diese auch systematisch in Aus- und Weiterbildung ein. Insbesondere jenseits traditioneller Weiterbildungsmethoden liegt ein großes Potential im informellen Lernen: die schnelle Hilfe durch die Kollegen, die kurze Zusammenfassung oder das mit dem Smartphone aufgenommene Video, das einem anderen weiterhilft. Während informelles Lernen in einem kleineren Kollegenkreis gut funktioniert, lässt es sich schlecht auf größere Netzwerke ausdehnen – und hier setzt LAYERS an. Aus dieser Skalierung resultieren Probleme, die es zu analysieren und sowohl konzeptionell als auch durch einfach nutzbare Technik zu lösen gilt. Als Pilotanwender dienen Cluster von kleinen und mittelständischen Unternehmen in zwei Branchen, in denen technologieunterstütztes Lernen in seiner bisherigen Form eher wenig Anklang gefunden hat: das Gesundheitswesen und die Bauwirtschaft. Dabei werden vorwiegend mobile Lösungen entwickelt, die einen schnellen und zielgerichteten Zugang zur Erfahrung anderer Personen ermöglichen und das gemeinsame Nutzen, Teilen und Weiterentwickeln von Materialien (wie z. B. Bilder, Videos oder Dokumente) erleichtern.

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